Ansprache von Pr�sidente der Republik Kuba auf der Offenen Trib�ne der Jugend, der Studenten und der Arbeiter, anl�sslich des Internationalen Tag der Arbeitern. Plaza de la Revoluci�n am Ersten Mai 2000.
Landsleute:
Unser Dank gilt den bewundernswerten Pers�nlichkeiten, die uns begleiten, und unsere Anerkennung gilt den Arbeitern, den Studenten und dem gesamten Volk, das diesen Platz �berflutet.
Wir durchleben Tage von intensivem und transzendentalem Kampf. Seit f�nf Monaten k�mpfen wir ohne Waffenstillstand. Millionen von Landsleuten, alle, fast ohne Ausnahme, haben an dem Kampf teilgenommen. Unsere Waffen waren das Bewusstsein und die Ideen, die die Revolution �ber mehr als vier Jahrzehnte hinweg ges�t hat.
Revolution bedeutet den Sinn des historischen Moments, bedeutet, all das zu ver�ndern, was ver�ndert werden muss, Gleichheit und volle Freiheit, den N�chsten wie ein menschliches Wesen zu behandeln und auch selbst so behandelt zu werden, uns selbst mit unseren eigenen Anstrengungen zu emanzipieren, die m�chtigen herrschenden Kr�fte inner- und au�erhalb des sozialen und nationalen Rahmens herauszufordern, Werte zu verteidigen, an die man zum Preis des eigenen Opfers glaubt; sie bedeutet Bescheidenheit, Uneigenn�tzigkeit, Altruismus, Solidarit�t und Heldentum; sie bedeutet, mit K�hnheit, Intelligenz und Realismus zu k�mpfen, niemals zu l�gen oder ethische Prinzipien zu verletzen, und sie bedeutet die tiefe �berzeugung, dass auf der Welt keine Kraft existiert, die f�hig ist, die Kraft der Wahrheit und der Ideen zu zerst�ren. Revolution bedeutet Einheit, Unabh�ngigkeit, den Kampf f�r unsere Tr�ume von Gerechtigkeit f�r Kuba und die Welt zu f�hren, was die Grundlage darstellt f�r unseren Patriotismus, unseren Sozialismus und unseren Internationalismus.
In realen und konkreten Begriffen hei�t das, dass wir 41 Jahre lang der m�chtigsten Macht die Stirn geboten haben, die jemals auf der Welt existiert hat, unserem 90 Meilen entfernten Nachbarn, der zur Zeit einen unipolaren und hegemonischen Charakter annimmt.
Dieses Mal hatte der Kampf eine besonders scharfe Nuance angenommen. Er wurde ausgel�st durch die Entf�hrung eines Kindes. War dies etwa die einzige? Nein! Viele kubanische Kinder wurden von einem ihrer Erzeuger getrennt und auf illegale Weise in die Vereinigten Staaten gebracht, und zwar ohne die geringste M�glichkeit, sie wiederzugewinnen, indem man sich an die US-Beh�rden wandte. Allein in den ersten zweieinhalb Jahren der Revolution wurden 14 000 Kinder im Geheimen geraubt, in diesem Fall mit dem Einverst�ndnis des Vaters, der Mutter oder beider Elternteile, die Opfer eines Betruges waren, als durch die Geheimdienste der Vereinigten Staaten und ihre Agenten in Kuba das willk�rliche und sorgsam erarbeitete - und von einem erdichteten Gesetz gest�tzte - das Ger�cht gestreut wurde, dass die Eltern die elterlichen Sorge f�r ihre Kinder abgenommen bek�men. Die sp�tere, von der US-Regierung verf�gte abrupte Aussetzung der regul�ren Fl�ge in dieses Land lie� die Eltern von ihren Kindern getrennt, von denen viele eine H�lle voll von Leiden, Schutzlosigkeit und Entwurzelung durchlebten.
Bei dieser Gelegenheit hatte sich ein einfacher Vater an die Regierung mit der Bitte um Hilfe gewandt: Sein Sohn, der noch nicht das sechste Lebensjahr erreicht hatte, war das Opfer einer gro�en Trag�die. Ohne sein Wissen oder seine Genehmigung wurde sein Sohn in einer illegalen, unverantwortlichen und abenteuerlichen Reise, die von einem aggressiven und gewaltt�tigen Kriminellen organisiert wurde, aus dem Land gebracht. Gem�� den Worten von Raquel, der Gro�mutter m�tterlicherseits von Eli�n, bei ihrer Ankunft in New York am 21. Januar dieses Jahres, als sie sich dort f�r die Befreiung ihres Enkels einsetzte, wurde ihre Tochter durch die Gewaltt�tigkeit dieses Subjekts in die Trag�die gerissen.
Das Boot erlitt Schiffbruch, und das Kind sah, wie seine Mutter ertrank. Sie war eine hervorragende Arbeiterin, Mitglied der Kommunistischen Jugend und der Kommunistischen Partei. Alle, die sie kannten, haben eine gute Meinung �ber sie bewahrt. Sie war eines der Opfer unter den elf kubanischen B�rgern, die an diesem Tag starben. Wie viele andere in den letzten 34 Jahren wurden sie von einem monstr�sen und blutigen Machwerk namens Cuban Adjustment Act in den Tod getrieben. Dieses Gesetz bietet einen Anreiz f�r illegale Ausreisen und den Schmuggel mit Emigranten, die dazu angetrieben werden, in die USA zu fahren, wie es auch Millionen von Menschen aus den armen L�ndern dieses und anderer Kontinente machen, die von dem Prunk, dem Luxus und der Verschwendung der Konsumgesellschaften angezogen werden.
Im besonderen Fall Kubas kommen hierzu die bedeutenden und exklusiven Privilegien, die das genannte Gesetz denjenigen gew�hrt, die aus Kuba kommend illegal in die USA fahren, und vier Jahrzehnte Blockade und Wirtschaftskrieg, die nicht weniger monstr�s sind als dieses Gesetz. Trotz der zwischen beiden L�ndern unterzeichneten Migrationsabkommen f�llt sich Florida auf diese Weise auf illegalem Weg mit Kriminellen. F�nf von zehn Immigranten, die so vorgehen, haben Vorstrafen wie gewaltsamer Raub und andere �hnliche Delikte.
Das Kind konnte �berleben, indem es, wie man wei�, mehr als 36 Stunden auf einem Reifen auf der See trieb. Die terroristische kubanisch-amerikanische Mafia, die von unverantwortlichen US-Regierungen nach ihren Abbild und ihrer �hnlichkeit geschaffen wurde, bem�chtigte sich des Kindes wie einer begehrten Werbetroph�e, und eine korrupte und unheilvolle Person, die das Kind nur ein einziges Mal in seinem Leben gesehen hatte, erhielt in ihrer Eigenschaft als entfernter Verwandter die vor�bergehende Vormundschaft f�r den Jungen. Unter der totalen Kontrolle der Mafia stehend, weigerte er sich, das Kind zur�ckzugeben, als es sein Vater zur�ckforderte, nachdem es aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Sofort begann unser Volk mit seiner traditionellen Hartn�ckigkeit den Kampf f�r die R�ckgabe des Kindes an seinen Vater und die direkte und nahestehende Familie, die immer mit ihm zusammengelebt hatte.
Gem�� den internationalen Gesetzen und den Rechtsnormen der Vereinigten Staaten und Kubas war das, was angebracht war, die sofortige R�ckgabe des Kindes an sein Herkunftsland. Jeglicher Rechtsstreit h�tte in kubanischen Gerichten entschieden werden m�ssen. Sie brauchten fast zehn Tage, bis sie auf die diplomatische Note antworteten, die vom Au�enminsterium �bergeben wurde und in der die vom Vater von Beginn an beantragte R�ckgabe gefordert wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte es in Kuba bereits die ersten �ffentlichen Proteste gegeben, die bis zum heutigen Tag andauern.
Es ist offensichtlich, dass sie unser Volk untersch�tzten, das nicht einen einzigen Tag nachgelassen hat in seinem Kampf f�r etwas absolut Gerechtes, und dieses Volk konnte dem US-amerikanischen Volk und der Welt seine Botschaft des Schmerzes und der Entr�stung �berbringen angesichts der gegen eine einfache kubanische Familie begangenen Ungerechtigkeit und dem gro�en Verbrechen an diesem Kind. Dante w�re nicht f�hig gewesen, die H�lle zu beschreiben, die aus fast f�nf Monaten seelischer Folter, psychischem Druck und politischer Manipulation bestand, die das Kind erlitten hat!
Die Geschehnisse sensibilisierten Dutzende Millionen US-amerikanische Familien, die S�hne, Enkel, Urenkel und Neffen im Alter von El�an haben. Sie begriffen genauso wie der Rest der Welt in zunehmendem Ma�e, dass es keinen politischen oder ideologischen Vorwand gegen kann, um gegen ein Kind und seinen Vater, gleich welcher Nationalit�t, ein solches barbarisches und grausames Verbrechen zu begehen.
Die terroristische Mafia aus Miami und ihre Verb�ndeten der extremen Rechten der Vereinigten Staaten klagten uns an, den Fall zu politisieren, w�hrend wir nur gegen dieses Verbrechen k�mpften, und wir haben dies mit friedlichen Mitteln getan. Nicht eine einzige Scheibe der Interessenvertretung der Vereinigten Staaten ist zu Bruch gegangen, kein einziger Stein wurde auf diese Einrichtung geworfen, kein US-amerikanischer Funktion�r oder Besucher wurde bel�stigt, und keine US-amerikanische Flagge wurde mit den F��en zertrampelt oder auf der Stra�e verbrannt.
Ich frage mich, was die Regierung der USA gemacht h�tte, wenn es zu einer �hnlichen Situation mit einem US-amerikanischen Kind von kaum sechs Jahren gekommen w�re, das in Kuba entf�hrt und der grausamen Behandlung unterzogen worden w�re, die dieses Kind in den Vereinigten Staaten erlitt.
Fast f�nf Monate lang, seit das Kind an der K�ste Floridas auftauchte, geschahen unglaubliche Dinge und es wurden alle Arten von Willk�rakten und Fehlern begangen. Bis einige Stunden vor seiner Befreiung schien keine der verschiedenen Abteilungen der Regierung - obwohl sie wussten, was geschah - besorgt zu sein wegen seiner mentalen Gesundheit, der skandal�sen �ffentlichen Zurschaustellung und den Manipulationen, deren Opfer es war, und noch tadelnswerter ist die Tatsache, dass sie sich nicht um die physischen Risiken k�mmerten, die f�r das Kind bestanden.
Der Chef des Kommandos, das den Jungen befreite, hat gerade erkl�rt, dass der Widerstand perfekt organisiert war und dass es zahlreiche bewaffnete M�nner in der Umgebung des Hauses gab, in dem Eli�n festgehalten wurde. Das ist das gleiche, worauf die kubanische Regierung das State Department hingewiesen hatte und was zwischen dem 22. M�rz und dem 22. April �ffentlich denunziert wurde.
Der letzte, sieben Punkte umfassende Vorschlag, den die Generalstaatsanw�ltin dem Vater zukommen lie� - gegen 22.00 Uhr am Freitag, den 21. April, etwa sieben Stunden bevor El�an um 5.00 Uhr morgens aus der Hand der Entf�hrer befreit wurde -, enthielt drei Punkte, die ich nicht auf der Offenen Trib�ne in Jag�ey Grande, bei der an die schmerzliche Episode der S�ldnerinvasion in der Schweinebucht erinnert wurde, vorlesen wollte, da ich sie schlichtweg als grotesk ansah, und ich bevorzugte, von einem 24-st�ndigen Waffenstillstand zu sprechen, um der Entscheidung Anerkennung zu zollen, die die Generalstaatsanw�ltin schlie�lich f�llte, wenn sie auch bei uns ein tiefes Unbehagen angesichts der Dinge hinterlie�, die in der Zukunft geschehen k�nnten. Diese Punkte waren folgende:
"2. Am Samstagmorgen fliegen Eli�n und L�zaros Familie in einem Flugzeug der US-Marshalls unter deren �berwachung nach Washington. Das Justizministerium bringt sie direkt nach Airlie House. Das Kind befindet sich unter dem Schutz der Immigrations- und Einb�rgerungsbeh�rde (INS).
"3. W�hrend dem Aufenthalt in Airlie wird Eli�n mit Juan Miguel zusammenleben, der die volle Autorit�t �ber ihn besitzt, mit Ausnahme von jeglicher Bedingung im Zusammenhang mit der �berwachten Freiheit und anderer vom INS auferlegter Beschr�nkungen wie die Kontrolle der Ausreise. Nach der Ankunft von Juan Miguel in Airlie House l�sst die Generalstaatsanw�ltin Eli�n in einem Zustand der �berwachten Freiheit, und zwar unter der Obhut von Juan Miguel. Die Familie von L�zaro wird in Airlie House in getrennten Wohnungen residieren.
"4. Die Seiten verbleiben an dem spezifischen Ort der Residenz, w�hrend die einstweilige Verf�gung des Berufungsgerichts des 11. Distrikts von Atlanta in Kraft bleibt, oder bis die Generalstaatsanw�ltin in Absprache mit den Experten die Zul�ssigkeit einer Modifizierung der geschlossenen Vereinbarung bestimmt."
Nicht konnte erniedrigender sein oder mehr einer Behandlung wie in einem Gef�ngnis bzw. der Entf�hrung von Juan Miguel, seiner Ehefrau und seinen zwei Kindern �hneln. Dies w�re der Beginn einer neuen Etappe von psychischer Folter f�r die ganze Familie, schlimmer noch als die, die der Junge in Miami erlitt.
Diejenigen, die die Hysterie von Marisleysis im Fernsehen gesehen haben und die wissen, wer der unheilvolle L�zaro ist, sowie alle aufrichtigen Psychiater, verstehen sehr gut, was jenes absurde und unm�gliche Zusammenleben f�r Eli�n und seine Familie bedeutet h�tte. Es war eben genau die Forderung der Cuban-American National Foundation. Dieser Vorschlag bestimmte die nahezu selbstm�rderische Entscheidung Juan Miguels, sofort mit seiner Ehefrau und seinem Kind aufzubrechen, um Eli�n pers�nlich in Miami zu befreien.
Die Dummheit dieser verr�ckt gewordenen Anf�hrer war so gro�, dass sie diesen Vorschlag ablehnten. Es war exakt das selbe, was sie forderten, nur dass sie es in Miami wollten und nicht in Washington.
Der bekannte Kongressabgeordnete Bob Men�ndez, ein Lobbyist und enger Verb�ndeter der Mafia aus Miami, und eine Assistierende Stellvertretende Staatssekret�rin suchten am Freitag, dem 21. April, eifrig einen Ort in der N�he von Miami, der Airlie House �hnelt.
Ich habe diese Geschehnisse angef�hrt, um aufzuzeigen, bis zu welch einem besch�menden Punkt die Anstrengungen der Generalstaatsanw�ltin gingen, um die Anwendung von Gewalt zu verhindern. Niemand in unserem Land kann die potentiellen Risiken auf dem kurvigen Weg ignorieren, den die US-Beh�rden auf Druck der Cuban-American National Foundation ausw�hlten, um einen Immigrationsfall zu l�sen, der einfach w�re, wenn es sich nicht um ein kubanisches Kind handeln w�rde.
Tatsachen, die dies belegen:
Erstens: Die drei Richter des Berufungsgerichts, das �ber die Berufung der Mafia entscheiden soll, sind nicht vertrauensw�rdig. Die Antwort auf den Antrag der Generalstaatsanw�ltin, L�zaro G�nzalez gerichtlich anzuordnen, das Kind nach seiner flagranten Nichtbeachtung der Anordnung des INS zu �bergeben, wird in die Geschichte eingehen als ein Beispiel f�r Willk�rlichkeit, Einseitigkeit und Pr�potenz. An jenem Tag ordneten sie an, das ein Kind jeglichen Alters gegen den Willen seiner Eltern Asyl in den USA beantragen kann. Auf der anderen Seite wurde ein gequ�ltes Kind gezwungen, bis zur Beendigung des Prozesses in den Vereinigten Staaten zu bleiben. Die Richter �u�erten sich dagegen nicht �ber die Nichtbeachtung der Anordnung an den Entf�hrer, das Kind zu �bergeben. Sie lie�en die Generalstaatsanw�ltin ohne Alternative und zwangen sie zu schamlosen Konzessionen oder dem Einsatz von Gewalt. Sie machte beides. Nur der Zufall und das Geschick der US-Marshalls verhinderten das Schlimmste, und das Kind wurde mit heiler Haut gerettet.
Welche Sicherheit bleibt jetzt dem Vater, dass das Zusammentreffen mit seinem Kind endg�ltig ist? Keine!
Zweitens: Die Tageszeitung El Nuevo Herald berichtet am 26. April, dass am Vortag, dem 25. April, die Generalstaatsanw�ltin Janet Reno vor einer Gruppe von elf Senatoren, die sie zu einem Treffen bestellt hatten, um "�ber Besorgnisse zu diskutieren", auf die Frage "Was w�rde geschehen, wenn das Gericht von Atlanta oder jegliches andere Gericht entscheiden w�rde, dass das Kind Asyl erhalten m�sse?" wortw�rtlich antwortete: " Nun, ich glaube, dann m�ssen wir ihn wieder nach Miami schicken".
Das Risiko, dass dieses Gericht entscheidet, das Kind habe ein Recht auf Asyl, ist real. Das w�rde vollkommen mit der Rechtsdoktrin �bereinstimmen, die das Gericht in seinem Urteil vom 19. April unterzeichnete und die die Mafia forderte. Niemand k�nnte sich vorstellen, was die Reaktion der Welt�ffentlichkeit und der �ffentlichkeit in den USA selbst w�re, die all das sah, was dem Kind in Miami angetan wurde, und die sp�ter die bewegenden Fotos vom Zusammentreffen des Vaters mit seinem Sohn sah, wenn sie Juan Miguel das Kind entrei�en, um es erneut in die H�lle von L�zaros Haus zu schicken. Das ist unm�glich, doch das sagte die Generalstaatsanw�ltin und das kann das Gericht in Atlanta entscheiden.
Drittens: An diesem 26. April verbreitete die Nachrichtenagentur ANSA aus Washington die folgende Meldung: "' Wye River'" - so hei�t der Ort, wo sich Juan Miguel mit seiner Familie befindet - "'wurde ausgew�hlt, weil er sehr gut f�r das Kind ist, das das Gel�nde benutzen kann. Und es ist gen�gend gro�, damit sich die Familienangeh�rigen dort m�glicherweise aufhalten, ohne sich gegenseitig zu st�ren', sagte ein Beamter des Justizministeriums, der darum bat, anonym zu bleiben."
Wie man hierbei bemerkt, kommt erneut die alte und omin�se Idee auf, die in den bereits erw�hnten haarstr�ubenden Punkten des Vorschlags enthalten war, der Juan Miguel an dem kritischen Freitagabend des 21. April �bergeben wurde. Und dies sagt niemand Geringeres als ein "anonymer" Beamter des Justizministeriums.
Viertens: Am 26. April pr�sentiert Gregory Craig, Juan Miguels Anwalt, vor dem Panel der drei Richter des Gerichts von Atlanta das, was als eine Dringlichkeitseingabe bekannt ist, wobei er die Beteiligung von Juan Miguel an dem Prozess und die Ersetzung von L�zaro Gonz�lez durch den Vater des Kindes in dessen Eigenschaft als einziger gesetzlicher Vertreter beantragt, und zwar sowohl in Anbetracht von Juan Miguels Eigenschaft als �berlebender Vater als auch in seiner Eigenschaft als "enger Freund" von Eli�n. Dies ist ein seltsamer Begriff, der in der US-amerikanischen Gesetzgebung verwendet wird, wenn ein Minderj�hriger keinen n�heren Verwandten hat, der ihn vor einem Gericht vertritt, was ohne Zweifel im Fall von Eli�n nicht zutrifft.
Am folgenden Tag, dem 27. April, lehnt es das Panel von Atlanta ab, Juan Miguels Eigenschaft als einziger Vertreter des Kindes zu akzeptieren, und es akzeptiert durch Mehrheitsentscheidung, dass er an dem Prozess teilnimmt.
Bez�glich dieses Aspekts schreibt die New York Times am 28. April folgendes: Mit einer Mehrheitsentscheidung �ber den Fall von Eli�n Gonz�lez verwarf ein Berufungsgericht gestern die Petition des Vaters des Kindes, als dessen einziger gesetzlicher Vertreter zu fungieren, was auf wirksame Art und Weise das Gerichtsverfahren beendet h�tte. [...] In seiner Entscheidung erkl�rte das Panel des Berufungsgerichts, dass es gezweifelt habe, Juan Miguel zu diesem Zeitpunkt das Recht auf die Teilnahme an diesem Verfahren zu gew�hren, doch es habe schlie�lich zugestimmt, da es sich um den Vater des Kindes handelte. Einer der drei Richter war nicht damit einverstanden.
"[...] Das Gericht erkl�rte ebenfalls, dass es verfr�ht sei zu sagen, ob der Vater der einzige Vertreter des Jungen sein sollte."
Die treffende Eingabe von Juan Miguels Anwalt und seine soliden Argumente waren bez�glich des Alleinvertretungsrechts des Vaters f�r das Kind verworfen worden.
Laut juristischen Experten ist es folgenderma�en: Wenn die Entscheidung, die die drei Richter in dem am 11. Mai stattfindenden Prozess f�llen, nicht einstimmig ist, das hei�t zwei zu eins, dann k�nnte die Verliererseite beantragen, dass alle Richter des Berufungsgerichts von Atlanta sich zu dem Fall �u�ern und nicht nur die drei daf�r bestimmten Richter.
Dieses Rechtsmittel w�rde gem�� den Experten auf jeden Fall eine neue M�glichkeit zum Ausdehnen der Dauer des legalen Prozesses bedeuten, und immer w�rde dies noch vor einer Berufung beim Obersten Gericht geschehen.
Es gibt weitere f�nf Varianten zum Hinausz�gern des Prozesses auf unbestimmte Zeit.
Die Anw�lte der Mafia beantragten ihrerseits verschiedene Anordnungen und Definitionen.
F�nftens: Am 25. April meldete die Nachrichtenagentur AP aus Laredo, Texas, folgendes: "'Die Regierung von Bill Clinton sollte versuchen, den Vater von Eli�n Gonz�lez zu �berzeugen, in den Vereinigten Staaten zu bleiben, um hier seinen Sohn aufzuziehen', sagte der republikanische Pr�sidentschaftskandidat George W. Bush. ' Ich hoffe, dass die Regierung dem Vater erkl�rt, dass er, wenn er dies vorzieht, seinen Sohn in Freiheit aufziehen kann und dass er hier in den USA bleiben kann. Es ist wichtig, dass unsere Regierung daran erinnert, dass die Mutter auf der Suche nach Freiheit floh, um ihren Sohn in die Freiheit zu bringen. Ich hoffe, dass die Regierung den Vater �berzeugt, seinen Sohn in den Vereinigten Staaten von Amerika aufzuziehen.'"
Sechstens: Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur EFE zeigte Frau Hillary Clinton, die Ehefrau des US-Pr�sidenten, in einer Radiosendung in der Stadt Buffalo im Bundesstaat New York "ihr Interesse, dass der Vater des kubanischen Kindes Eli�n Gonz�lez, Juan Miguel, sich am Ende daf�r entscheidet, ins Exil zu gehen und in den Vereinigten Staaten zu bleiben, um dort zu leben."
'Ich hoffe, dass das Ausprobieren der Freiheit und die Gelegenheit, die er mit seinem Sohn w�hrend dieser Zeit hat, ihm vielleicht dabei helfen, in Betracht zu ziehen, endg�ltig in den USA zu bleiben.
"[...] Ich bin davon �berzeugt, dass es viele Leute gibt, die sehr zufrieden damit w�ren, ihn aufzunehmen, wenn er sich entscheidet, zu desertieren', sagte die First Lady, wobei sie den Begriff verwendete, der f�r diejenigen Soldaten gebraucht wird, die sich daf�r entscheiden, ihr Land zu verlassen, um in einem anderen Zuflucht zu finden, normalerweise beim Feind."
Das bedeutet, sie sprechen in aller Ruhe davon, zur Desertion eines Vaters anzustiften, der in den vergangenen Monaten feige gedem�tigt wurde. Sie k�nnen sich nicht einmal einen w�rdigen Kubaner vorstellen. Zuerst prangern sie ihn als Feigling an, der sich weder wagte, in die USA zu fahren, noch sich f�r seinen Sohn interessierte. Danach behaupteten sie, dass die kubanische Regierung ihm keine Genehmigung zur Reise in dieses Land erteilen w�rde, damit er nicht desertiere. Seit sie ihn mit seiner Frau und seinem kleinen Kind ankommen sahen - zum richtigen Zeitpunkt, genau zur richtigen Stunde und Minute, als er abfahren musste - sind sie immer noch nicht aus dem Staunen herausgekommen angesichts der W�rde, des Mutes und dem Ehrgef�hl von Juan Miguel. Sie versuchen, ihn bis in alle Ewigkeit zur�ckzuhalten, in der Hoffnung, ihn zu verf�hren. Alle verfolgen unisono das gleiche Ziel, n�mlich dass der Junge niemals mehr nach Kuba zur�ckkehrt, um damit einem selbstbewussten und heldenhaften Volk, aus dem Juan Miguel und Eli�n erwachsen sind, einen moralischen Schlag zu versetzen.
Wo ist die Ethik der politischen F�hrer dieses Landes? Wie ist es m�glich, dass sie in einem solchen Grad die Realit�ten in Kuba ignorieren? Warum so viel Verachtung? Bis wann werden sie an ihre eigenen L�gen glauben?
Am 27. April kommt es pl�tzlich zu Restriktionen und Hindernissen aller Art bez�glich der Bewegungsfreiheit der kubanischen Funktion�re, die Juan Miguel, seine Frau und seine zwei Kinder betreuten, die bereits 70 Meilen entfernt untergebracht worden waren. Es werden nur vier Visa gew�hrt f�r die Kinder, die in die USA reisen sollten, um bei Eli�ns Erholung mitzuhelfen, und diese Visa sind auf 15 Tage beschr�nkt. Man legt die absurde Formel von einem zweiw�chigen Rotieren fest, und es wird keine Genehmigung erteilt zur Reise von irgendeinem der von der Familie erbetenen unerl�sslichen Fachleute. Das Ziel, Juan Miguel, seine Ehefrau und seine beiden Kinder im fernen Wye Plantation im Bundesstaat Maryland zu isolieren, war offensichtlich.
Im Einklang mit den erw�hnten Erkl�rungen von Bush und Hillary sagte die Au�enministerin Albright in einem Interview in dem Fernsehsender Fox folgendes: "Wir haben einige sehr schwerwiegende Probleme mit Kuba und wir werden fortfahren, das Embargogesetz" - so nennt sie die Blockade und den Wirtschaftskrieg - "und das Gesetz f�r die Kubanische Demokratie aufrechtzuerhalten" ' auf diese Weise bezieht sie sich auf das v�lkerm�rderische Helms-Burton-Gesetz.
Das Seltsame dabei ist, dass niemand in Kuba die US-Regierung um Vergebung gebeten hatte, niemand hatte die Beendigung dieser Blockade gefordert, die immer unhaltbarer wird und die unvermeidlich fallen wird, weil sie anachronistisch ist und politisch und moralisch f�r die USA immer kostspieliger wird.
Die Vorfahren, die die heldenhafte Tradition unseres Vaterlandes begannen, im Widerstreit gegen die annexionistischen Tr�ume bez�glich Kubas, die seit zweihundert Jahren in den USA konzipiert werden, zeigten uns, dass man die Rechte einfordert und nicht erbettelt. Nichts wird leichter sein bez�glich Kubas in der Zukunft. Vierzig Jahre Widerstand gegen Aggressionen und Ungerechtigkeiten jeder Art und die Schlacht der Ideen, die wir ohne Pause �ber f�nf lange Monate hinweg geschlagen haben, haben uns noch st�rker gemacht. Wir werden ohne Pause gegen den m�rderischen Cuban Adjustment Act und gegen das grausame Helms-Burton-Gesetz k�mpfen, dessen Autoren verdienen - gem�� den 1948 und 1949 sowohl von Kuba als auch den Vereinigten Staaten unterzeichneten Vertr�gen -, wegen des Verbrechens des V�lkermordes vor einem Gericht erscheinen zu m�ssen. Wir werden gegen das Gesetz k�mpfen, dessen Autor, Robert Torricelli, ein Verb�ndeter der terroristischen Mafia von Miami ist; wir werden gegen die Blockade und den Wirtschaftskrieg k�mpfen, denen unser Volk fast ein halbes Jahrhundert widerstehen konnte; wir werden gegen die subversiven Aktivit�ten k�mpfen, die von den USA aus durchgef�hrt werden, einschlie�lich des Terrorismus, um uns zu destabilisieren, und wir werden daf�r k�mpfen, dass unserem Vaterland schlie�lich das in unserem Land illegal besetzte Territorium zur�ckgegeben wird. Wir werden all das erf�llen, was wir in Baragu� vor dem unausl�schlichen und unsterblichen Gedenken an den Bronzetitan schworen.
Wir geben nicht dem US-amerikanischen Volk die Schuld. Wir geben den Verantwortlichen f�r die L�gen die Schuld, mit denen sie dieses Volk sehr viel l�nger betrogen, als Lincoln sich das vorgestellt hatte. Im Gegenteil, wir zollen dem Volk Tribut, das trotz der L�gen in seiner gro�en Mehrheit f�hig war, das abscheuliche Verbrechen, das gegen ein kubanisches Kind begangen wurde, abzulehnen.
Es w�re weise, wenn die jetzigen und zuk�nftigen Regierenden der Vereinigten Staaten begreifen w�rden, dass David gewachsen ist. Er hat sich in einen moralischen Giganten verwandelt, der mit seiner Schleuder keine Steine abfeuert, sondern Beispiele, Botschaften und Ideen, gegen�ber denen der gro�e Goliath der Finanzen, der gewaltigen Reicht�mer, der Atomwaffen, der ausgekl�gelsten Technologie und einer weltweiten politischen Macht, die sich auf dem Egoismus, der Demagogie, der Scheinheiligkeit und der L�ge gr�ndet, wehrlos ist.
Damit sie sich nicht zu viele Illusionen machen angesichts ihres l�cherlichen Pyrrhussieges, und gegen�ber der infamen Resolution von Genf, die sich auf der Verleumdung gr�ndet und von der US-Regierung mittels erniedrigendem Druck und mit der Hilfe ihrer Verb�ndeten von der NATO aufgezwungen wurde, hat Kuba in dieser selben Sitzungsperiode sechs Resolutionen zugunsten der L�nder der Dritten Welt eingebracht, die alle mit �berw�ltigender Mehrheit angenommen wurden, immer gegen die Stimme der Vereinigten Staaten, die im Allgemeinen einzig auf die Unterst�tzung oder die Stimmenthaltung des Gr�ppchens seiner reichen europ�ischen Verb�ndeten z�hlen konnte.
Die V�lker einer unregierbaren Welt, die die Armut und das Elend erleiden, die man st�ndig mehr ausbeutet und auspl�ndert, werden unsere besten Kampfgef�hrten sein. Wir verf�gen �ber keine finanziellen Ressourcen, um mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir z�hlen dagegen auf ein au�ergew�hnliches und hingebungsvolles Humankapital, �ber das die reichen V�lker nicht verf�gen und auch in Zukunft niemals verf�gen werden.
Es leb e der Patriotismus!
Es lebe der Sozialismus!
Es lebe der Internationalismus!
Vaterland oder Tod!
Wir werden siegen!