MFJI: drei Praktika, ein gemeinsames Ziel

Emmanuel Dulac Houssou (Benin)

Was hat Dich im Praktikum am meisten beeindruckt, auch im Vergleich zu vorherigen Erfahrungen?
Was mich am meisten beeindruckt hat, war das Vertrauen, das mir von Anfang an entgegengebracht wurde. Mir wurde viel Eigenverantwortung zugetraut – trotzdem standen natürlich Qualität und Sorgfalt im Vordergrund.
Ich habe in Bonn und Berlin im Koordinationsbüro der Hannah-Arendt-Initiative, einem weltweiten Programm zum Schutz von Journalistinnen und Journalisten, ein multikulturelles Arbeitsumfeld kennengelernt. Die Arbeit mit den vier Partnerorganisationen hat mir sehr gut gefallen. Ich verstehe nun die Herausforderungen, mit denen Medienschaffende weltweit konfrontiert sind, sowie internationale Unterstützungsmechanismen besser.
Welche Kompetenzen und Arbeitsmethoden hast Du erworben und kennengelernt – und wie kannst du sie in Zukunft nutzen?
Ich habe in diesem Sommerpraktikum neue Kompetenzen im Bereich des digitalen Journalismus und der institutionellen Kommunikation erworben. Ich habe Multimedia-Inhalte auf WordPress veröffentlicht, Audiobearbeitung gelernt, Texte auf Englisch verfasst und war an der Vorbereitung einer Session beim Global Media Forum beteiligt.
Ich habe außerdem mehr gelernt über Teamarbeit, Projektmanagement und Kommunikation mit Journalistinnen und Journalisten in Gefahrensituationen. All diese Erfahrungen werden für meine weitere journalistische Laufbahn von großem Wert sein, insbesondere in internationalen Redaktionen, in denen vielseitige Fähigkeiten unverzichtbar sind.
Hat dieses Praktikum Deine Zukunftspläne beeinflusst?
Es hat mich in meinen Ambitionen bestärkt! Mein Wunsch ist es weiterhin, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten, in dem die Verteidigung der Pressefreiheit und die Unterstützung von Journalistinnen und Journalisten im Vordergrund steht. Außerdem konnte ich durch das Praktikum meine Kompetenzen in Multimedia-Berichterstattung und Faktenprüfung und mein Englisch verbessern. Ich kann mir eine Karriere an der Schnittstelle zwischen Journalismus, institutioneller Kommunikation und der Koordination internationaler Medienprojekte vorstellen.
Yasmina Ouili (Burkina Faso)

Was hat Dich im Praktikum am meisten beeindruckt, auch im Vergleich zu vorherigen Erfahrungen?
Mir bleibt aus meinem Praktikum in der DW-Redaktion Französisch für Afrika vor allem die Sorgfalt in Erinnerung, mit der die Nachrichtenbeiträge erstellt werden. Auch der Teamgeist der Redaktion und das konstruktive Feedback haben mich beeindruckt. Ich habe ein multikulturelles, offenes und wohlwollendes Team erlebt.
Welche Kompetenzen und Arbeitsmethoden hast Du erworben und kennengelernt – und wie kannst du sie in Zukunft nutzen?
Ich habe gelernt, wie eine internationale Redaktion funktioniert und wie man für Radio und Internet produziert. Ich habe in meinem Praktikum Beiträge zum Global Media Forum der DW produziert und viele praktische Erfahrungen gesammelt. Außerdem durfte ich mich mit Themen wie Menschenrechte, Justiz und Frauenrechte beschäftigen.
In der Redaktion werden die Themen mit großer Sorgfalt behandelt: Die Qualität der Informationen und die Perspektive auf ein Thema stehen im Vordergrund. Es gibt festgelegte Arbeitsschritte, die Qualität sichern. Diese Methoden werde ich weiter anwenden können, wenn ich journalistische Inhalte für verschiedene Formate produziere.
Hat dieses Praktikum Deine Zukunftspläne beeinflusst?
Ich habe jetzt das Handwerkszeug, um effektiv und professionell zu berichten. Das wird mir in meiner weiteren Laufbahn und bei zukünftigen Medienprojekten sicher helfen!
Pape Malick Thiam (Senegal)

Was hat Dich im Praktikum am meisten beeindruckt, auch im Vergleich zu vorherigen Erfahrungen?
Was mich in meinem Praktikum im Fact-Checking-Team der DW besonders beeindruckt hat, war die Arbeitsweise. Ich habe gelernt, mit Kolleginnen und Kollegen in einer internationalen Redaktion mit unterschiedlichen Hintergründen und Kulturen zusammen zu arbeiten – und das zum Teil im Homeoffice und im ständigen Austausch mit anderen Teams.
Außerdem habe ich auf Englisch gearbeitet, meiner dritten Sprache. Das war eine Herausforderung, aber auch eine sehr bereichernde Erfahrung. Ich habe dadurch Selbstvertrauen gewonnen.
Fact-Checking selbst war für mich ein völlig neues Gebiet. Ich habe einen für mich neuen journalistischen Schreibstil kennengelernt. Im Gegensatz zu den Videoformaten, die ich bisher produziert habe, folgen Fact-Checking-Artikel einer strengen Methodik mit Fokus auf soliden Beweisen und einer sehr strukturierten Argumentation. Das bleibt mir in Erinnerung!
Welche Kompetenzen und Arbeitsmethoden hast Du erworben und kennengelernt – und wie kannst Du sie in Zukunft nutzen?
Ich habe viel Neues gelernt über Recherche und das Überprüfen von Informationen. Ich habe gelernt, Behauptungen auf den Grund zu gehen, die Herkunft eines Bildes oder Videos zurückzuverfolgen, visuelle Hinweise zu erkennen und digitale Tools zu nutzen, die beim der Verifizierung helfen können.
Diese Methoden werden mir auf meinem weiteren beruflichen Weg sehr nützlich sein. Falschmeldungen verbreiten sich heute immer schneller und in sehr vielfältigen Formen. Dass ich diese Techniken nun beherrsche, wird mir ermöglichen, fundiert zu recherchieren und die Öffentlichkeit besser zu informieren.
Hat dieses Praktikum Deine Zukunftspläne beeinflusst?
Ja! Das Praktikum hat mein Interesse an investigativem Journalismus und an detaillierten Recherchen bestärkt. Mir ist klar geworden, dass es beim Fact-Checking nicht nur darum geht, etwas zu überprüfen: Es handelt sich um einen echten investigativen Prozess, der Geduld, Sorgfalt und kritisches Denken erfordert.
Ich habe nun den Wunsch, diese Methoden in zukünftigen Projekten zu vertiefen. Ob im investigativen Journalismus oder in einem anderen Bereich – ich möchte diese 'Fact-Checking-Kultur' in meine Arbeit integrieren, um faktenbasierte, zuverlässige Reportagen zu erstellen.


